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Leider kein großes Tennis bei den US Open

Kennen Sie die nervigsten kleinsten Dinge? Wenn jemand während einer Busfahrt den „Stopp-Knopf“ drückt, obwohl der Bus sowieso an der Endstelle hält? Menschen ärgern sich zum Teil über die absurdesten Dinge. Vielleicht bin auch so einer. Was mich nicht unbedingt nervt, jährlich aber immerhin für imaginäres Kopfschütteln sorgt, sind die Grafiken beim vierten Grand-Slam-Turnier des Jahres.

Die US Open sind ein wunderbares Turnier – abgesehen von der Zeitverschiebung und der Tatsache, dass Andy Murray dort vor zwei Jahren gewonnen hat. Das ist aber ein anderes Thema. Wieso kommt kein Mensch auf die Idee, diese schrecklichen Einblendungen zu überarbeiten? Die 90er haben angerufen, weil sie ihre Grafiken zurückhaben wollen. Haha. Aber ernsthaft: Die in vielen Bereichen so fortschrittlichen Amerikaner sind in dieser Hinsicht ganz schön rückschrittlich. Die aktuellen Einblendungen erinnern stark an Sendungen, die vor 20 Jahren angesagt waren – etwa die „American Gladiators“, die zu meinem großen Bedauern nicht mehr im deutschen Fernsehen zu sehen sind. Optischen wesentlich ansprechender sind dagegen die Einblendungen bei den Australian Open, da ragt allein der Melbourne-Schriftzug positiv heraus. Vielleicht warten die US Open ja im kommenden Jahr mit einer neuen Optik auf – es wäre dem Turnier zu wünschen. Ebenso ein frühes Ausscheiden von Andy Murray.


Keine schöne Grafik: Die Einblendungen der US Open erinnern doch stark an die 90er-Jahre. (Eigenes Bild, Screenshot).