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Wedel mit ordentlichem Abschied

„Pflichtbewusst“: So umschreibt die Wormser Zeitung heute den Beifall nach Premiere der Wormser Nibelungen-Festspiele. Falsch ist das nicht, doch es klingt, als sei es eine enttäuschende Vorstellung vor dem Nordportal des Kaiserdoms gewesen. Doch das war es keineswegs. Dieter Wedels letzte Inszenierung bestach durch Gegenwartsbezüge, die angesichts der Lage in Syrien und der Ukraine geradezu erdrückend waren.

Fast schon ein Markenzeichen der Festspiele sind die Videoeinspielungen, die Wedel einmal mehr umfangreich genutzt hat. Vielleicht ein wenig zu häufig, wie manch Premierengast meinte. Nach dem Stück gab es im Park des Heylshof die Gelegenheit, ausführlich über die Inszenierung zu philosophieren. Ein guter Anlass, auch mit der Kamera unterwegs zu sein. Dabei präsentierte sich das Ensemble sichtlich entspannt, fast alle standen für Interviews zur Verfügung. Ob Erol Sander, Elisabeth Lanz oder Robert Joseph Bartl – die Schauspieler genossen es, dass Fans und Medien ihnen so viel Aufmerksamkeit zuteilwerden ließen. „Sehen und gesehen werden“ gehört bei der Premiere einfach dazu, sonst würden auch kaum die zahlreichen Prominenten den Weg nach Worms finden. Auf dem roten Teppich, wenige Stunden vor der Premiere, flanierten die üblichen Verdächtigen: Rainer Brüderle, Wolfgang Bosbach und Cherno Jobatay. Sie alle sind gern gesehene Gäste in Worms – und offenkundig nicht nur am schnellen Schnappschuss interessiert. Dafür spricht, dass sie jedes Jahr dabei sind und für die Festspiele immer lobende Worte finden (wobei das die andere Kategorie auch kann). Doch auch einige neue Gäste scheinen sich für das Wormser Theaterspektakel zu begeistern, wie die Schauspielerin Maike von Bremen im Interview unterstrich (siehe Bild). Eindrücke vom Premierenabend gibt es hier.